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Vortrag über weibliche Genitalverstümmelung

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Gespeichert von Lotte Märtner am 28 Februar, 2018 - 19:17

22. Februar 2018

Mit den Worten „Genitalverstümmelungen an Mädchen und Frauen gehören für mich zu den größten Menschenrechtsverletzungen weltweit!“ eröffnete Irma Bergknecht, eine Referentin von Terre de Femmes, ihren Vortrag über FGM (female genital mutilation). Dieser wurde von der Amnesty International AG in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten des Rheingau-Taunus-Kreis, Rita Czymai, organisiert.

Die ca. 25 anwesenden Schülerinnen und Schüler durften zu Beginn des Vortrags zunächst einen kurzen Fragebogen ausfüllen und somit die Anzahl betroffener Mädchen und Frauen weltweit als auch in Deutschland schätzen, sowie mögliche Gründe für FGM notieren. Anschließend zeigte Frau Bergknecht die verschiedenen Facetten von FGM anhand der Fragestellungen auf. So seien z.B. 200 Millionen Mädchen und Frauen weltweit von FGM betroffen und leiden unter den gesundheitlichen Folgen ihrer Verstümmelungen. In ständiger Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern stellte sie auch ein von Terre de Femmes unterstütztes Projekt gegen weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso vor, welches Frau Bergknecht als Koordinatorin leitet. Auch die strafrechtliche Ahndung weiblicher Genitalverstümmelung, welche erst seit dem Jahr 2013 explizit als Straftatbestand in Deutschland gilt, wurde thematisiert.Im Anschluss an den Vortrag hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit der Referentin Fragen zu stellen und mit ihr zu diskutieren.

Die Amnesty International AG möchte sich herzlich bei dem Alumni-Verein für die finanzielle Unterstützung des Vortrags bedanken, ohne welche der Vortrag nicht hätte stattfinden können.

Text von Carmen Traute